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Laptop für Studenten

Laptop kaufen – keinen Plan, kein Problem

Wer als Computerlaie ein Laptop kaufen will, wird von der Vielfalt erschlagen und kauft schnell etwas, was suboptimal ist. Klar kann ein Laptop nach Design gekauft werden, allerdings ist dann der Spaß auf das Ansehen beschränk. Anbei ein paar (meiner Meinung nach) wichtige Anhaltspunkte für den Laien, damit Sie beim Laptopkauf wissen, was Sie eigentlich brauchen (und nicht, was der Verkäufer gerne verkaufen möchte).

Folgende Punkte sind wichtig:

  • Bildschirmgröße (damit auch die Gesamtgröße des Laptops)
  • Bildschirmart (verspiegelt und nicht spiegelnd)
  • Lautstärke
  • Laufzeit
  • Gewicht des Laptops
  • Tastatur
  • Ausstattung
  • Leistungsdaten
  • gebraucht oder neu

Allein durch die Reihenfolge der Auflistung sehen Sie die Schwerpunkte. Die Leistungsdaten kommen ganz zum Schluss (ist nicht unwichtig, aber ob der Laptop eine Taktfrequenz von 1800 oder 1600 MHz hat, ist für den normalen Nutzer nicht wirklich erheblich).

Annahmen zwecks Einschätzung der Kriterien

Für meine Einschätzungen bin ich davon ausgegangen, dass die Mehrzahl der Studenten folgendes Nutzerverhalten hat:

++ viel Textverarbeitung,
++ viel Internet und E-Mail
+ Tabellenkalkulation
+ Bilder archivieren
+ Grafikverarbeitung
0 Filme über Laptop ansehen
-- weniger Spiele

Unter diesen Gesichtspunkten sind die folgenden Aussagen zu sehen.

Bildschirmgröße in Zoll

Da gibt es von klein bis groß viel Auswahl. Es fängt bei 8 Zoll an und geht bis zu 21 Zoll für Laptops. Nach meiner Erfahrung ist 8 Zoll herzhaft klein und für 10 Zoll benötigt man auch schon gute Augen, was nicht ermüdungsfrei über längerer Zeit zu machen ist. Zwischen 12 und 15 Zoll liegt eine günstige Größe, da der Bildschirm groß genug ist, das Gerät aber noch nicht zu unhandlich und nicht zu schwer ist, so dass man es bequem mit sich herumtragen kann – zur Referatsgruppe oder in die Bibliothek. Dabei entsprechen 14 Zoll knapp 35,5 Zentimeter.

Größere Laptops (ab 17 Zoll) liegen schon im Bereich der Desktop Replacements, also zum Ablösen von normalen Computern gedacht und weniger zum Herumtragen. Laptops höchstens für den Wechsel vom Schreibtisch zu Balkon – 4 kg kilometerweit herumtragen macht nicht wirklich Spaß.

Bildschirm und Auflösung

Im Kapitel über die Auflösungen sehen Sie die große Anzahl von Auflösungen. Früher waren Auflösungen unter 1024x768 durchaus üblich. Sinnvoll bei einem Laptop ist eine Auflösung ab 1280x768 – und hier gilt, "je mehr, desto besser" kann schief gehen. Die Bildschirmgröße z.B. 15 Zoll kann eine Auflösung von 1280x768 haben, genauso auch von 1680x1050 – die einzelnen Bildschirmpunkte werden dabei nur kleiner. Deshalb am besten im Laden ansehen und schauen, was einem angenehm ist. Der Laptop sollte immer mit der optimalen (größten) Auflösung genutzt werden, da ansonsten z. B. Schriften unscharf angezeigt werden.

Bildschirmhelligkeit

Die Helligkeit, mit dem der Laptop das Bild wiedergibt, ist extrem wichtig, wenn Sie an Sommertagen unter freien Himmel (Balkon, Cafeteria) arbeiten möchten. Werte ab 180cd/m2 (Candela pro Quadratmeter) sind brauchbar. Diese Werte sind die am schwersten erhältlichen Angaben!

Bildschirm spiegelnd oder matt

Die größte Plage seit 2005 sind meiner Meinung nach die spiegelnden Displays (Glare-Panels). Ideal als Schminktisch verwendbar – bereits in hellen Räumen (ja manchmal fällt Sonne rein) hat man oft mehr Spiegel als Inhalt, was nicht wirklich Spaß macht, wenn man eigentlich gerade den Text sehen möchte, an dem man arbeitet.

Für die spiegelnden Displays spricht, dass Farben von Fotos schöner herauskommen (falls man in einem abgedunkelten Raum sitzt) und DVDs besser kommen. Soll es ein Arbeitsgerät sein, das man auch mal im Biergarten oder auch nur im Südzimmer nutzen möchte, schauen Sie nach einem matten Display. Außer Sie arbeiten eh nur nachts und/oder mit Rolladen und haben eine Lichtallergie.

Lautstärke

Damit ist nicht die Lautstärke gemeint, wenn Sie Musik mit dem Laptop hören, sondern der Radau, der von manchen Laptops durch laute Lüfter teilweise permanent gemacht wird. Dabei wird besonders bei sehr billigen Marken an den Lüftern gespart und der Lärm kostet einen Konzentration (vielleicht ja nicht, wenn man neben einer U-Bahn aufgewachsen ist :) )

Auch das zu testen ist nicht einfach, da i. d. R. im Elektro-Markt ein so hoher Grundlärmpegel herrscht, dass der Lärm vom Laptop nicht auffällt. Spätestens daheim nachts um 2 merkt man es (OK, ich bin geräuschempfindlich und sehe nicht ein, warum ein Gerät Lärm machen soll, wenn es auch ohne oder mit weniger Lärm geht.).

Dafür eigenen sich Testberichte sehr gut, z.B. bei notebookcheck.com

Laufzeit ohne Steckdose

Wie lange ein Laptop ohne Stromversorgung durchhält, ist wichtig, wenn Sie den Laptop in Vorlesungen mitnehmen, bzw. wartend vor der Tür des Professors sitzen. Dabei sollte der Laptop schon eine komplette Vorlesung bzw. eine DVD-Länge durchhalten – mindestens 2 Stunden sind Pflicht!

Teilweise gibt es Geräte (meistens in der Business-Klasse), die es auf 8 Stunden bringen. Da ist allerdings die Frage, ob es sich vom Preis her lohnt.

Im Billigbereich habe ich schon Laptops erlebt, die gerade einmal 30 Minuten bei normaler Nutzung durchgehalten haben. Das ist dann doch zu wenig. Diese Geräte waren meistens auf Leistung getrimmt, damit auch Actionspiele damit gespielt werden können.

Gewicht des Laptops

Und wieder sind wir beim Herumtragen. Je kleiner der Laptop, desto weniger wiegt er. Zum Tragen gehen 2 kg noch – 1 kg ist natürlich besser. Überlegen Sie, wie oft Sie den Laptop herumtragen wollen, und entscheiden Sie dann. Bei einigen Geräten ist das CD- bzw. DVD-Laufwerk ausgelagert, damit man Gewicht und Volumen spart.

Tastatur

Sollte zu Ihren Händen passen – haben Sie Pranken wie ich, wird eine kleine filigrane Tastatur zum Folterinstrument und Sie vertippen sich permanent.

Testen und probieren und einen Text probeweise tippen. Wenn die Tastatur zu klapprig wirkt und keinen Spaß macht, Finger weg davon!

Weiterhin sollte die Tastatur Ihrer Landessprache entsprechen, also ein deutsches Tasten-Layout haben. Die Umlaute öäü sollten da sitzen, wo Sie es gewohnt sind. Das Schnäppchen aus Hongkong kann ins Auge gehen.

An der Leertaste können Sie oft die Qualität der Tastatur abschätzen. Drücken Sie diese ganz rechts bzw. ganz links, sollte kein Verkanten oder Knacken da sein.

Lage der wichtigsten Tasten. Beim Schreiben von Texten sollten die Löschtasten praktisch sitzen und nicht irgendwo! Oft wird auch die Pos1 und Ende-Taste genutzt, bzw. zum Blättern die Bild hoch/runter –Tasten. Für Tastenkürzel wird die Windows-Taste benötigt – diese sollte an gewohntem Platz sitzen.

Mausersatz – Touchpad

Als Ersatz für die Maus hat sich das Touchpad etabliert. Diese sollte präzise arbeiten und nach Möglichkeit über ein vertikales Scrollfeld verfügen. Dadurch kann dann in längeren Dokumenten (z.B. Internetseiten) bequem gescrollt werden. Dabei ist dieses Scrollfeld bei einigen Laptops vorhanden, aber nicht eingezeichnet. Probieren.

Wichtig ist auch, dass man das Touchpad deaktivieren kann. Hat man eine externe Maus angeschlossen, können durch Tippen und versehentliches Berühren des Touchpads mit dem Handballen ärgerliche Effekte entstehen, wie dass der Cursor wild herumspringt, Bereiche markiert oder gar gelöscht werden. Das Abschalten geht in der Regel über eine Tastenkombination mit der Fn Taste.

Ausstattung

Was benötigen Sie, ist dabei die erste Frage. In aktuellen Geräten werden Sie folgende Ausstattung i d. R. finden:

  • DVD-Brenner (mindestens CD-Brenner)
  • PCMCIA-Schacht
  • SD-Card-Slot
  • WLAN
  • RAM (am besten 1 GB oder mehr)
  • Festplatte (am besten über 100 GB)
  • Verschiedene Schnittstellen zum Anschluss weiterer Geräte

Was davon für Sie wichtig sein könnte?

Mit dem DVD-Brenner können Sie einerseits Datensicherungen auf DVDs erstellen und auch Spielfilm-DVDs ansehen. Zum Aufspielen neuer Software benötigen Sie auf jeden Fall ein Laufwerk, ein Brenner übernimmt diese Arbeit auch.

PCMCIA-Schacht – dort können PCMCIA-Karten eingelegt werden, z.B. Adapter für andere Speicherkarten oder WLAN-Karten bzw. eSATA-Karten.

SD-Card-Slot – hier können die bei vielen Digitalfotos üblichen Speicherkarten direkt ausgelesen werden.

WLAN – ist in den meistens Geräten enthalten. Achten Sie darauf, dass es eine aktuelle Karte ist, die die aktuellen WLAN-Geschwindigkeiten (Standard 802.11a, b und g) unterstützt. Sinnvoll ist ein Schalter, damit das WLAN auch deaktiviert werden kann, wenn es nicht genutzt wird.

RAM – das Kurzzeitgedächtnis des Computers. Dadurch wird eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit erreicht. Windows Vista legt Wert auf viel RAM, daher am besten 1GB oder mehr. Laptops sind später schwerer und auch nicht unendlich mit RAM erweiterbar, deshalb sollten von Vornherein genügend eingebaut sein.

Festplatte – hier ist der Speicherplatz interessant, denn spätestens wenn man die Digitalfotosammlung hortet, benötigt man genügend Speicherplatz.

Schnittstellen

Da es zahlreiche Schnittstellen gibt, hier diese im Überblick und welche in welcher Anzahl wichtig sind, bzw. nice to have.

USB (Universal Bus System) Ports = Anschlüsse

Darüber werden zahlreiche zusätzliche Geräte angeschlossen, wie z.B. eine externe Tastatur, eine normale Maus, Speicherstick, Drucker, Scanner und vieles mehr. Es sollten mindestens 3 USB-Anschlüsse sein – zur Not tut es einer, der dann über ein entsprechendes Gerät auf weitere USB-Ports aufgeteilt wird.

Achten Sie bei USB-Ports darauf, dass diese so viel Platz um sich herum haben, dass auch größere Speichersticks nebeneinander Platz haben und nicht dadurch andere USB-Ports nicht mehr erreichbar sind.

Monitorausgabe

Die meisten Laptops bieten einen Monitorausgang, damit ein normaler Monitor angeschlossen werden kann (VGA). Das ist nicht unpraktisch. Teilweise gibt es diese Ausgänge bereits in rein digitaler Form (DVI) (nice to have).

Ein RGB-Monitorausgang ist wichtig, damit Video-Beamer angeschlossen werden können. Dies ist für Vorträge und Referate nicht ganz unwichtig und in manchen Studienfächern quasi Pflicht.

Video-Ausgang

Ein Videoausgang ermöglicht einem, den Laptop an einen normalen Fernseher anzuschließen, um z.B. Filme zu zeigen.

Kopfhörerausgang und Mikrofoneingang

Beides im Normalfall vorhanden.

Netzwerk-Buchse

Die Netzwerk-Buchse ist im Normalfall vorhanden – damit bekommen Sie Ihren Zugang zu DSL und zum Internet. Dort gibt es unterschiedliche Geschwindigkeiten, üblich ist das 100 MBit-LAN, veraltet 10 MBit, kommend sind 1000 (Gigabit-LAN).

Modem-Anschluss

Teilweise haben Laptops noch Modems integriert, damit über eine normale Telefonleitung eine Internetverbindung aufgebaut werden kann. Dieses Modem verschwindet zunehmend mit der Verbreitung von DSL. Kann aber im Ausland oder Urlaub durchaus noch relevant sein.

eSATA-Buchse

Gut wenn vorhanden – dadurch können wesentlich schnellere externe Festplatten angeschlossen werden als bei USB. Erst jetzt kommen Laptops mit diesem Leistungsmerkmal heraus. Dies ist interessant, um seine Datensicherung flott auf eine externe Festplatte zu machen.

Lage der Schnittstellen

Teilweise kann je nach Nutzungsart die Lage der Schnittstellen praktisch oder unpraktisch sein. Soll an einen Laptop ein Kopfhörer angeschlossen werden, wäre eine Buchse an der Front gut, soll dagegen eine Lautsprecherbox angeschlossen werden, wäre die Buchse an der Rückseite angebrachter.

Viele Anschlüsse wären an der Rückseite am besten aufgehoben, um Kabelsalat zu vermeiden, werden aber wegen der Bauart des Laptops um das Gerät herum zu finden sein.

neues oder gebrauchtes Laptop?

Manchmal würde es auch ein gebrauchtes System tun, das man sich billig ersteigert. Die Frage ist nur, was man dann so bekommt. Kritisch sind gebrauchte Geräte, weil die Besitzer diese ja meistens nicht grundlos hergeben (mit irgendwas sind die Besitzer nicht mehr zufrieden, sonst würden sie es behalten). Weiterhin hat man i. d. R. keine Garantie mehr und bekommt, wenn überhaupt, veraltete Software. Displays können punktweise defekt sein, die Batterien verschlissen (nur noch kurze Laufzeiten) und auch Festplatten verschleißen.

Nach meiner Erfahrung gibt es bei bekannten Versteigerungsplattformen zwar tolle alte Geräte, diese gehen aber teilweise auf Preise hoch, für die man auch neue Auslaufmodelle im Laden erhält.

Ich will niemanden den Spaß am Ersteigern nehmen – lohnen kann es sich bei Spezialgeräten, die es kaum im Laden gibt (z.B. besonders kleine Subnotebooks, Tablet-PC und mehr). Nur sollte man dann halt die entsprechende Erfahrung haben.

Dies und das

In dieser Rubrik Anmerkungen, die sonst nirgends gepasst haben.

Heizung für die Knie – einige Laptops haben die Eigenschaft, dass viel Wärme nach unten abgegeben wird. Hat man diese dann auf dem Schoß, gibt das eine nette Heizung im Winter ab, im Sommer eher unangenehm.

Achten Sie auf die Luftzuführung. Wird die Luft von unten angesaugt, darf dieser Zugang nicht verdeckt werden. Ein Laptop im Bett versinkt oft in der Bettdecke und stirbt irgendwann den Erstickungstod. Ein Tablett als Arbeitsplattenersatz wirkt da Wunder.

Preis und Empfehlung

Geräte mit vielen der obigen Eigenschaften bekommt man bereits für 600–700 Euro. Zur Erinnerung: Es geht um ein Arbeitsgerät (und nicht um eine Daddelmaschine für Spiele). Dabei hat man dann ein Gerät mit mattem 14–15 Zoll Display, nicht allzu laut und ausreichend RAM und Festplatte und aktuellem Windows-Betriebssystem und einer Laufzeit von 2–3 Stunden.

Aus eigener Erfahrung finde ich Geräte von Toshiba und Sony empfehlenswert.

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