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Schriften passend zur Präsentation

Schriften haben verschiedene Eigenschaften. Die offensichtlichste ist die Lesbarkeit. Diese muss (bzw. sollte) das wichtigste Kriterium für unsere PowerPoint-Präsentation sein. Die Zuschauer sollen einfach und schnell den Text lesen können.

Einteilung von Schriften

Es gibt grob gesagt eine Einteilung in 4 (3) Arten:

  • Zierschrift (meistens schlecht lesbar und dann bestenfalls für Titel geeignet)
  • Schrift mit Standfüßchen (sprich Serifenschrift)
  • Schrift ohne Standfüßchen (serifenlose Schrift)
  • Dicktengleiche Schrift (jeder Buchstabe benötigt die selbe Breite
Schriften mit Serifen und serifenlose Schrift
Schriften mit Serifen und serifenlose Schrift

Zierschrift

Zierschrift sieht zwar meisten nett aus – aber es geht in PowerPoint-Präsentationen (auch auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole) i.d.R. nicht um nett, sondern um Informationstransport.

Diese Zierschriften (z.B. zu Halloween dann mit herunterlaufenden Blut) haben viel Showeffekt, aber meistens leidet die Lesbarkeit massiv. Daher extrem Sparsam einsetzen. Eine komplette Präsentation kann man trotzdem hervorragenden Inhalts durch die falsche Schriftwahl ins lächerliche ziehen. Denken sie sich einfach einmal einen wissenschaftlichen Vortrag in der Schriftart „Comics“.

Serifenschriften – Standfüßchen

In den meisten Zeitungen werden Schriftarten mit Serifen verwendet. Jeder Buchstabe hat sein Standfüßchen. Die Theorie dahinter ist, dass das Auge sich an der Line, die diese Füße bilden sich einfacher und schneller entlanghangeln kann. Das mag bei Druckerzeugnissen durchaus stimmen, aber Beamer-Bildauflösungen sind einfach deutlich schlechter.

Außerdem sind Schriften mit Serifen natürlich mit gediegenen Werten (sprich Zeitung) in den Vorstellungen von Menschen verknüpft. Je nach Thema sinnvoll oder auch konterproduktiv. Stellen Sie sich eine Disko mit hippen Namen in einer gediegenen Serifenschrift vor. Das knarrt ordentlich.

Also bitte passend zum Thema einsetzen. Sehr oft wird man allerdings die Serifenlose Schrift sehen, da diese besser zu der kleinen Auflösung von Beamer passt. Die zierlichen Serifen werden schnell undeutlich dargestellt.

Serifenlose Schriften

Modern und ohne viel Schnörkel. Serifenlose Schriften wie Helvetica und Arial werden gerne bei Präsentationen eingesetzt. Aber bitte auf das Thema achten. Hat man alt Thema beispielsweise „Altertum“ macht sich eine moderne Schrift nicht gut. Die Zuschauer sind irritiert, da der Inhalt nicht zur Form passt.

Dicktengleiche Schrift

Bei der dicktengleichen Schrift haben alle Buchstaben die gleiche Breite. Somit benötigt der Großbuchstabe „W“ den selben Platz wie das kleine „i“. Jetzt fragt man sich natürlich, für was man dies benötigen könnte. Früher war das natürlich extrem geschickt, wenn Zahlen sauber untereinander dargestellt werden sollten wie in Rechnungen und Preislisten.

Das kann auch heute noch genutzt werden – oder die entsprechenden Tabulatoren.

Zusammenstellung von Schriften – Vorschläge von Powerpoint

PowerPoint bietet Vorschläge von Zusammenstellungen von Schriften für Überschriften und Textkörper. Diese finden sich unter dem Reiter „Entwurf“ und dort im Bereich „Varianten“.

Zusammenstellung von Schriften für Überschriften und Textkörper
Zusammenstellung von Schriften für Überschriften und Textkörper

Diese Zusammenstellung kann man durch eigene Varianten ergänzen. Dazu am Ende der Liste auf den Punkt „Schriftarten anpassen“ klicken.

eigene Zusammenstellung von Schriften aufnehmen
eigene Zusammenstellung von Schriften aufnehmen

Unterstreichen sind Tabu in PowerPoint

Unterstreichungen von Text sollten tabu sein in PowerPoint. Unterstreichungen haben 2 gravierende Nachteile:

  1. die heutige Generation möchte gerne durch die Nutzung von Internet gerne auf alles klicken, was Unterstrichen ist.
  2. Der Wortumriss wird durch eine Unterstreichung zerstört. Somit leidet die gute Lesbarkeit.

Also einfach Unterstreichungen nicht nutzen. Es kann beispielsweise Fettschrift oder Kursivschrift genutzt werden. Beides ist eine gute Möglichkeit, wobei Kursivschrift nicht so sauber auf dem Bildschirm dargestellt wird. Das hat was mit den schlechten Auflösungen von Beamer zu tun. Bei Unterstreichung wird ein geübter Leser auch um ca. 3-5% Lesegeschwindigkeit gebremst

Nachteil von GROßSCHREIBUNG

Teilweise sieht man wilden gebrauchen von einer Großschreibung oder solchen Spielarten wie Kapitälchen. Auch hier wird der Wortumriss zerstört. Aber was ist so schlimm, wenn der Wortumriss leidet? Die Lesegeschwindigkeit wird heruntergebremst und während das Publikum mit dem Lesen der Folien beschäftigt ist, können diese nicht zuhören.

Also wenn Effekte, dann bitte nicht „Bremsen“.

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